Höfers Aktuelles

Genuss & Events in der Sektkellerei

2025 November
Eichelmann 2026 Deutschlands Weine
Karin und Carsten Höfer haben 1994 ihre eigene Sektkellerei gegründet, die heute im Würzburger Stadtteil Zellerau zuhause ist, auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei Würzburger Bürgerbräu. Sie haben sich anfangs ganz auf die Lohnversektung konzentriert, und es gibt nur wenige fränkische Sekte, die nicht von Carsten Höfer versektet und bei ihm ausgebaut werden. Erst in den letzten Jahren hat er begonnen seine eigene Sektlinie auszubauen. Chardonnay und Silvaner spielen eine wichtige Rolle bei der eigenen Sektproduktion, ebenso Weiß- und Spätburgunder. Die Trauben bezieht er von ausgesuchten Lieferanten, zum Beispiel aus dem Astheimer Karthäuser. Das Gros der Grundweine stammt von Muschelkalkböden, lediglich der Chardonnay-Anteil im Rosé ist auf Keuperböden gewachsen. Die Grundweine werden nach Ganztraubenpressung größtenteils im Holz, ausgebaut, lediglich der Riesling und ein Teil des Silvaners kommt ins Edelstahl. Die Weine durchlaufen den biologischen Säureabbau, mit Ausnahme des Rieslings. Nach der Tirage werden die Weine sehr lange auf der Hefe ausgebaut, in der Regel zwischen fünf und sechs Jahre. Kollektion Das Programm von Carsten Höfer nimmt Konturen an, das Sortiment wird ein wenig größer, acht Sekte hat er dieses Jahr zur Verkostung vorgestellt, ein paar davon hatten wir schon im vergangenen Jahr verkostet, allerdings mit deutlich kürzerem Hefelager, so dass zwar manche der Sekte aus dem gleichen Jahrgang stammen, aber sich durch das nun längere Hefelager teilweise deutlich verändert zeigen. Das kürzeste Hefelager in der aktuellen Kollektion hatte der Silvaner, der nun aus dem Jahrgang 2018 stammt, „nur“ 57 Monate auf der Hefe blieb und keine Dosage erhielt, 80 Prozent des Grundweines wurde im Edelstahl ausgebaut, 20 Prozent im Holz. Er zeigt viel Duft und Intensität im Bouquet, etwas laktische Noten, ist recht füllig und kompakt, hat aber nicht ganz den Charme seines Jahrgangsvorgängers. Der Blanc de Blanc stammt wie der Silvaner aus dem Jahrgang 2019, wurde aber komplett im Holz ausgebaut und blieb 60 Monate auf der Hefe, er wurde mit 3 Gramm dosiert. Er zeigt ein wenig Brioche im herrlich eindringlichen Bouquet, reife Frucht, dezent rauchige Noten, ist harmonisch und elegant im Mund, besitzt gute Struktur, schöne Länge und Frische sowie eine ganz dezente Bitternote im Abgang. Neu im Programm ist der Sauvignon Blanc, der ebenfalls aus dem Jahrgang 2019 stammt, wie der Blanc de Blanc komplett im Holz ausgebaut wurde und 60 Monate auf der Hefe blieb, mit 2 Gramm dosiert wurde; er kann die Rebsorte nicht verleugnen im Bouquet, so ist das nun einmal bei Sauvignon Blanc-Sekten, zeigt viel Frische und Frucht, etwas Stachelbeeren, ist trotz des langen Hefelagers lebhaft und frisch im Mund, fruchtbetont, klar und zupackend. Ein Jahr älter ist der Riesling, der komplett im Edelstahl ausgebaut wurde und 72 Monate auf der Hefe blieb, die Dosage beträgt 5 Gramm. Trotz des 72-monatigen Hefelagers zeigt er eindringliche Rieslingfrucht im Bouquet, dezente Reife, etwas rauchige Noten, besitzt gute Struktur, Frische und Grip, ist klar und zupackend, besitzt viel Grip noch im Abgang. Aus dem Jahrgang 2017 stammt die Pinot-Cuvée, bei der es sich um einen reinsortigen Weißburgunder handelt, der komplett im Holz ausgebaut wurde, 86 Monate auf der Hefe blieb und nicht dosiert wurde. Sie zeigt viel Duft und Würze im Bouquet, dezente Reife, ist dann überraschend frisch und klar im Mund, zupackend, besitzt feine Frucht und Biss. Der ebenfalls nicht dosierte Chardonnay stammt aus dem Jahrgang 2018, er wurde ebenfalls komplett im Holz ausgebaut und blieb 72 Monate auf der Hefe. Er zeigt viel Intensität im Bouquet, reife Frucht, rauchige Noten, ist leicht würzig-floral, ist füllig, harmonisch, kompakt im Mund, noch sehr jugendlich. Die zweite Ausgabe der Prestigecuvée, nun „Cœur N°002“ genannt, besteht aus 80 Prozent Chardonnay und 20 Prozent Pinot Noir, wurde komplett im Holz ausgebaut, blieb 60 Monate auf der Hefe und wurde mit 0,5 Gramm dosiert. Sie zeigt rauchige Noten im Bouquet, viel Konzentration und Intensität, ist kraftvoll und komplex im Mund, noch sehr jugendlich, die Säure ist sehr präsent, etwas Flaschenreife wird sie harmonischer erscheinen lassen. Der Rosé stammt ebenfalls aus dem Jahrgang 2019, besteht aus 95 Prozent Spätburgunder, 13,3 Prozent Chardonnay und 1,7 Prozent Frühburgunder, während Spät- und Frühburgunder auf Muschelkalk gewachsen sind, stammt der Chardonnayanteil von Keuperböden, er wurde komplett im Holz ausgebaut, blieb 60 Monate auf der Hefe und wurde mit 5 Gramm dosiert. Er zeigt eine deutliche Reduktion und viel Würze im Bouquet, ist frisch, präzise und sehr druckvoll im Mund, besitzt feine Säure und viel Grip. Bewertung 88 Punkte Silvaner sans Dosage | Prestige brut nature (2019) 92 Punkte Blanc de Blanc | Prestige brut (2019) 89 Punkte Sauvignon Blanc | Prestige extra-brut (2019) 90 Punkte Riesling | Prestige extra-brut (2018) 90 Punkte Pinot Cuvée Zero Dosage | Prestige (2017) 91 Punkte Chardonnay | Prestige brut nature (2018) 92 Punkte Cœur N°002 extra-brut (2019) 89 Punkte Rosé | Prestige brut (2019)
2025 November
VINUM Weinguide Deutschland 2026
Wir kommen eigentlich gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus, wenn es um die Sekte von Carsten Höfer geht. Was hier an Klarheit, Struktur und Eleganz ins Glas kommt, ist schlichtweg eine Klasse für sich. Kein Wunder – Höfer steht nicht nur für seinen eigenen Namen, sondern ist als sogenannter Lohnversekter für zahlreiche fränkische Betriebe im Einsatz und prägt damit maßgeblich die Region. Doch wenn es um seine eigenen Produkte geht, wird es besonders spannend. Herausragend in diesem Jahr: der Sekt Rosé Prestige. Ruhig, dezent, mit straffem Körper und geradliniger Ausrichtung. Kein lautes Aroma, keine überladene Frucht – sondern Reduktion auf das Wesentliche. Ein Rosé-Sekt, wie man ihn im Handel nur selten findet, schon gar nicht im Supermarktregal. Das ist schlicht große Klasse. Dann wäre da noch eine echte Rarität: ein Sauvignon Blanc Prestige Extra Brut 2019 – als Sekt in Deutschland nahezu unbekannt, hier jedoch in bestechender Form. Ungemein klar, mit reifer Frucht – Stachelbeere, fast schon Stachelbeerkuchen, dazu eine ganz feine Kaffee- Note, wie hingehaucht. Und über allem schwebt – wie so oft bei Höfer – das Flaggschiff: 2019 Cœur Extra Brut. Ausbalanciert, mit feiner Frucht, dezenten Haselnuss-Anklängen im Abgang, sehr kraftvoll, sehr präzise. Ein Sekt mit Tiefgang und Energie, wie man ihn in Deutschland nur selten findet. Wieder eine großartige Kollektion vom Würzburger Ausnahmesektmacher. Bewertung 89 Punkte Riesling | Prestige extra-brut (2018) 90 Punkte Silvaner sans Dosage | Prestige brut nature (2019) 90 Punkte Chardonnay | Prestige brut nature (2018) 92 Punkte Rosé | Prestige brut (2019) 92 Punkte Pinot Cuvée Zero Dosage | Prestige (2017) 93 Punkte Blanc de Blanc | Prestige brut (2019) 93 Punkte TIPP Sauvignon Blanc | Prestige extra-brut (2019) 94 Punkte TOP10 Cœur No. 002 extra-brut (2019)
2025 November
Falstaff
Die Sekte, die Karin und Carsten Höfer in einem alten Brauereikeller in Würzburg erzeugen, nehmen in der Landschaft des deutschen Sektwunders einen eigenen Platz ein: Stilistisch stehen sie der »nouvelle vague« mit ihrem Fokus auf den straffen Bau deutlich näher als dem traditionellen deutschen Sektstil. Innerhalb der knackig-frischen Gruppe vermeiden diese Sekte aber durchaus ein Zuviel an Kernigkeit. Quer durchs Sortiment finden wir eine natürliche Form der Ausgewogenheit, feine mineralwürzige Noten und schöne Eleganz. Wir belohnen das mit dem dritten Stern – Glückwunsch! Bewertung 95 Punkte „Cœur N°002“ extra-brut (2019) Der Duft ist noch vor allen hefigen oder gar fruchtigen Nuancen kalkig-kreidig. Tertiäre Untertöne bereichern die Komplexität, auch nussige Aromen sind da. Das Mousseux wirkt recht dynamisch, die Säure ist gut integriert, und eine intensive taktile Mineralität begleitet den langen Abgang. 93+ Punkte Sauvignon Blanc | Prestige extra-brut (2019) Reifenoten und würzige Komponenten ergeben ein vielschichtiges Duftbild (Butter, Hefe, Kümmel, Stachelbeere, Holunder). Der Gaumen ist saftig, lebendig, ein feines Mousseux erfrischt, ohne vorlaut zu wirken, deutlich salzige Noten beschließen das Feuerwerk. Eigenständig! 93+ Punkte Chardonnay | Prestige brut nature (2018) Eine feine Hefewürze dominiert den Duft, aber auch Chardonnay-typische Aromen von Popcorn und gebratener Polenta sind da. Am Gaumen spielt ein knackiges, frisches Mousseux die erste Geige – der Wein ist leicht im Alkohol, dennoch dicht, die Säure gibt Zug, taktil-mineralische Noten geben Länge. 93 Punkte Blanc de Blanc | Prestige brut (2019) Feine Hefenoten, Brioche, Butterscotch, heuige Töne. der Gaumen ist straff gebündelt, mit feinem, frischem, sehr ausgewogen wirkendem Mousseux, Körper und Säure stimmen zusammen, geben der intensiven Mineralität eine Bühne, ehe im Abgang würzige Reifearomen dominieren. Kulinarisch! 92+ Punkte Pinot Cuvée Zero Dosage | Prestige (2017) Ein satt gedecktes Zitronengelb mit grünlichen Reflexen. Der Duft ist vor allem buttrig und hefewürzig. Der Gaumen setzt mit einem feinen, mild gewordenen Mousseux an, entfaltet sich dann geschmeidig und weich, um schließlich in ein stoffiges, leicht phenolisches, und von lebendiger Säure untermaltes Finale zu münden. 92+ Punkte Rosé | Prestige brut (2019) Ein helles Lachsrosa in der Farbe. Der Duft hat hefige und fruchtige Aspekte (Apfelschale und Hagebuttentee). Im Mund wird die süße Frucht von einem frischen, kultivierten Mousseux untermalt, die Säure besitzt Festigkeit und Intensität, ohne isoliert zu stehen.
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2024 Juli
Best of Franken
Unser 2018 Chardonnay Brut nature Prestige ist ... und damit Sieger in der Kategorie V - AUSSER ... GEWÖHNLICH !!! "Premiere für Frankens Premium-Weinwettbewerb: Nach 20 Jahren ändert sich der Namen von Frankens höchstangesehenen Weinwettbewerb: Aus Best of Gold wird Best of Franken und erstmal dürfen auch Naturweine und Sekte aus Franken teilnehmen... Entsprechend groß war die Spannung unter den 82 Weingütern, die dieses Jahr Weine und Sekte angestellt hatten. 50 Sommeliers und Weinexperte aus der gesamten Bundesrepublik waren nach Iphofen gekommen und mit ihrer internationalen Erfahrung die Erzeugnisse der fränkischen Weingüter und Winzergenossenschaften verkostet. Früh am Morgen begann die erste Verkostungsrunde im Gutshof des Weinguts & Hotels Zehntkeller in Iphofen. 443 Weine und Sekte mussten von den Weinfachleuten, Sommeliers, Journalisten und Gastronomen probiert werden... Am Nachmittag startete die Finalrunde, damit das Ergebnis rechtzeitig bis zum Abend feststeht. Denn der Weinwettbewerb Best of Gold ist deutschlandweit einzigartig – an nur einem einzigen Tag findet die Verkostung statt und am Abend des gleichen Tages bekommen bereits die Gewinnerweine in der sechs Kategorien ihre Auszeichnung verliehen. Zusammen mit Moderatorin Carolin Meyer stellte Ralf Schwarz die Siegerweine von Best of Franken vor. Anschließend überreichte die 66. Fränkische Weinkönigin Lisa Lehritter den elf strahlenden Siegern die begehrten Trophäen von Best of Gold, einen 250 Millionen Jahre alten Ceratit Nodosus, einen versteinerten Urzeitkopffüßer auf einer Trias-Sockel, welche die Böden der charaktervollen Frankenweine repräsentiert..." (Gebietsweinwerbung Frankenwein Frankenland GmbH) Besonder stolz sind wir darauf, dass wir mit unserem 2019 Weißburgunder Blanc de Blanc brut Prestige auch den zweiten Platz sichern konnten!
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2023 November
VINUM 2024 | Sekt des Jahres
VINUM Weinguide Deutschland 2024 Mehr als 10.500 bewertete Weine, annähernd 1.000 Weingüter in Einzelporträts, ausführliche Informationen zu den 13 Anbaugebieten sowie Trends und Entwicklungen der deutschen Weinszene: Die neue Ausgabe des «VINUM Weinguide Deutschland» bietet auf rund 1.080 Seiten Informationen für alle Liebhaber deutscher Weine. Das Buch wird ab 07. November im Handel erhältlich sein. Das Team des «VINUM Weinguide» hat als führendes Standardwerk zur Beurteilung der Qualität deutscher Weine über Monate hinweg in zahlreichen Einzel- und Vergleichsproben Weine aus allen deutschen Anbaugebieten verkostet. Die Chefredakteure Matthias F. Mangold und Harald Scholl sind sich einig: Der Jahrgang 2022 zeichnet sich bei den Weißweinen im Allgemeinen durch eine animierende Zugänglichkeit aus, die es dem Verbraucher sehr einfach macht, ihn zu lieben. Die Weine sind knackig und haben eine schöne, aber nicht übertriebene Säure. Die Alkoholwerte bleiben dabei angenehm auf dem Boden. Bei den Rotweinen, die vorwiegend aus den Jahrgängen 2020 und 2021 eingereicht wurden, konnte einmal mehr festgestellt werden, wie sehr sich das Niveau mit den Jahren nach oben verschoben hat. Und das gilt sowohl für Spätburgunder wie zunehmend auch für internationale Rebsorten. [...] Siegerweine des Jahres In jedem Jahr kommt das VINUM-Verkostungsteam nach den ausgiebigen regionalen Proben nochmals mehrere Tage zusammen, um aus den regional am höchsten bewerteten Weinen die bundesweiten Sieger zu ermitteln. Bei den Sekten lag diesmal ein Franke vorne: Der 2017 Extra Brut «Cœur» der Sektkellerei Höfer (Würzburg) verführt mit einer betörenden Nase, Anklängen von Steinfrüchten, wirkt im Mund sehr geschmeidig und ist bei aller Cremigkeit doch straff, dicht und klar. [...]
2023 November
Süddeutsche Zeitung | Warum Champagner trinken, wenn man Höfer haben kann?
Fränkischer Wein: Das Maingold Franken hat sich als Weinbauregion schon länger einen Namen gemacht. Wirklich bekannt sind allerdings bis heute nur wenige Spitzenbetriebe. In ihrem Schatten stehen exzellente Weingüter, von denen noch kaum einer gehört hat. Sechs Empfehlungen aus der zweiten Reihe. [...] Sektkellerei Höfer Warum Champagner trinken, wenn man Höfer haben kann? Carsten Höfer macht seit vielen Jahren Sekt auf Spitzenniveau, schafft es aber, dabei fast unentdeckt zu bleiben. Das ändert sich langsam. Allmählich werden mehr Menschen darauf aufmerksam, was für herausragende Schaumweine Höfer da in einem alten Brauereikeller in Würzburg in die Flasche bringt. Eigentlich wollte er nach dem Önologiestudium vor 30 Jahren nach Kanada auswandern, da verliebte er sich in die leer stehenden Gewölbekeller in Würzburg - und blieb. Zusammen mit seiner Frau gründete er die Sektkellerei Höfer. Dazu muss man wissen, dass zwar viele Winzer Sekt im Programm haben, ihn aber nur selten selber machen. Sie produzieren die Trauben für den Grundwein, aber den zu Sekt machen dann sogenannte Lohnversekter. Nach und nach überzeugte Höfer Frankens Winzer davon, ihm ihre Weine anzuvertrauen. Es lief gut, heute lassen die Topwinzer Frankens bei ihm versekten. Nebenbei kelterte Höfer immer eigene Sekte. Inzwischen bis zu 40.000 Flaschen im Jahr. Die Trauben dafür bauen zwei seiner Mitarbeiter in ihren Weinbergen exakt nach Höfers Vorstellungen an. "Die Qualität, die wir brauchen, würden wir sonst nicht bekommen", sagt Höfer. Das merkt man den Endprodukten an. Die Weine sind auf dem Punkt, mit sanfter Perlage und perfektem Spiel von Frische und Komplexität. Wer über deutschen Spitzensekt spricht, der kommt an der Kellerei nicht mehr vorbei. Weinempfehlung: Der Blanc de Blanc, eine Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay, eignet sich sowohl als Aperitif wie auch als Begleiter leichter Speisen. Warum also Champagner trinken?